Mobilise/Demobilise Festival

Launch der neu programmierten Online-Performance-Plattform Upstage!

Mit Cyberformances von Künstler!nnen aus Österreich, Schweden, Deutschland, den Niederlanden und Neuseeland, sowie Präsentationen, Improvisationen und Diskussionen. Die teilnehmenden Künstlerinnen Eva Ursprung aus Graz, Österreich, und Sara Larsdotter Hallqvist aus Malmö, Schweden, werden von Januar bis März 2022 als Artists in Residence in der Villa Waldberta in München leben, betreut von Magdalena München.

Über UpStage können Künstler!nnen unter Verwendung digitaler Medien in Echtzeit zusammenarbeiten und gemeinsame partizipative Performances für ein weltweites Publikum entwickeln. Die ersten Performances werden nun unter dem Motto „Mobilise/Demobilise“ präsentiert.

„Mobilise/Demobilise“ erkundet die ethischen Implikationen menschlicher Mobilität im aktuellen politischen und ökologischen Kontext, sowie die Auswirkung der rasanten Entwicklung von Mobiltechnologien auf das menschliche Leben und die Umwelt. Es ist eine künstlerische und diskursive Antwort auf eine Welt zunehmender Konflikte, Krisen und Notfälle.

Link zu den Online-Veranstaltungen und Festival Programm

Mobilise/Demobilise: Go Go Go

EINLADUNG

Am 23. Oktober 16:00-19:00 veranstalten wir das erste offizielle Magdalena München Treffen seit langem! Das machen wir in einem ganz besonderen Location, nämlich das Künstlerhaus München, wo Raquel Ro seit August die Lithografiewerkstatt leitet. Wir möchten über Magdalena Neuigkeiten informieren – u.a. die kommende Residenzen in Villa Waldberta, die internationale digitale Treffen und Pläne für 2023 – und wir möchten erfahren, wie eure kommende Spielzeit aussieht. Wir laden deswegen auch alle, die ein aktuelles oder zukünftiges Projekt vorstellen möchte, dazu ein, eine kurze Präsentation mitzubringen (2-5 min). Bitte erwähnt es kurz in der Anmeldung, falls ihr eine Präsentation plant. Für den Nachmittag ist zusätzlich ein künstlerischer Beitrag geplant – lasst euch überraschen.

Meldet euch also zahlreich an und kommt ins Künstlerhaus, wir freuen uns riesig.
Helen, Raquel und Marianne
Anmeldung: mkk@magdalenamuenchen.de

On October 23rd 16:00-19:00 we are hosting the first official Magdalena München meeting in a long time! The meeting will take place at a very special location, namely the Künstlerhaus München, where Raquel Ro is now head of the lithography workshop. We want to share Magdalena news – including the upcoming residencies at Villa Valberta, the international digital meetings and plans for 2023 – and we want to hear what your upcoming season looks like. Therefore, we also invite anyone who would like to present a current or future project to bring a short presentation (2-5 min). Please mention it briefly in the registration if you are planning a presentation. We also plan an artistic contribution for the afternoon – let us surprise you.

So register in large numbers and come to the Künstlerhaus, we are really looking forward to it.
Helen, Raquel and Marianne
Registration: mkk@magdalenamuenchen.de

Herzlichen Glückwunsch Magdalena!

Das Magdalena Project ist 35 geworden und wird mit einem hervorragenden Project von Gründerin Jill Greenhalgh gefeiert: 35 Interviews a 35 Minuten mit den Künstler*innen, die das Netzwerk maßgeblich geprägt haben – und weiterhin prägen.

Die subjektive Erinnerungen der Künstler*innen an bestimmte Ereignisse, die sie selber umgesetzt oder besucht haben, sind sehr divers. Sie sind wie Fragmente eines individuellen Patchworks und jedes Patchworkteil zeigt sein eigenes einzigartiges Design. Die Interviews mit ihrer reichen Sammlung von Statements geben einen vielschichtigen Einblick in die kollektive Geschichte des Magdalena Projekts.

Die Interviews und Gespräche beinhalten Erinnerungen von Künstlerinnen aus 26 Ländern: Dänemark, Argentinien, Wales, Brasilien, Rumänien, Norwegen, Indien, Deutschland, Belgien, Frankreich, Mexiko, Kolumbien, Chile, Peru, Ecuador, Australien, Neuseeland, Griechenland, Serbien, Singapur, Taiwan, Kuba, USA, Italien, England, Schweiz und Spanien.

Wir freuen uns diese Interviews mit euch zu teilen!
Alle Interviews: https://www.themagdalenaproject.org/en/content/magdalena35

Viele der Interviewten haben in Magdalena Events teilgenommen, unter Andere:
Helen Varley Jamieson im Interview von Christina Papagionouli, Susana Nicolalde im Interview von Raquel Ro, Kordula Lobeck de Fabris im Interview von Marianne Kjær Klausen, Gilla Cremer im Interview von Gilly Adams und Bárbara Carvalho im Interview von Violeta Luna.

Bodies:On:Live – Magdalena:On:Line

Bodies:On:Live

Bodies:On:Live ist das erste Magdalena Festival online; es setzt die Tradition der internationalen Magdalena-Festivals fort, die, über drei Jahrzehnte hinaus, weibliche Theaterschaffende in intensive, fördende und physische Begegnungen zusammengebracht haben.

Im gegenwärtigen globalen Kontext bietet Bodies:On:Live einen online Raum für die Weiterentwicklung dieser Tradition, indem es Künstlerinnen zusammenbringt, die teilweise jahrelange Erfahrung mit online Performances haben und teilweise recht neu in dem Bereich arbeiten. Das engagierte Programm findet ihr HIER.

Bodies:On:Live fragt, was ist der Weg in die Zukunft? Wie wird sich unsere lebendige, verkörperte künstlerische Praxis transformieren und uns weiterhin im Online-Raum beschäftigen und inspirieren? Was passiert mit dem Theater, wenn die Körper weit weg sind, wenn das Hier auch das Dort ist?

Von den teilnehmenden Künstlern haben viele bereits an früheren Magdalena-Veranstaltungen in München teilgenommen: Amaranta Osorio, Annie Abrahams, Barbara Carvalho, Deborah Hunt, Dimple B. Shah, Frederika Tsai, Helen Chadwick, Helen Varley Jamieson, Jana Korb, Jill Greenhalgh, Karla Ptáček, Kordula Lobeck de Fabris, Maristella Martella, Violeta Luna und Zoe Gudović.

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Andere Künstler, die an Bodies:On teilnehmen: Live sind Antonieta Muñoz, Bettina Fung, Bianca Mastrominico, Brigitte Cirla, Bruna Gusberti, Cheng Nien Yuan, Christina Papagiannouli, Clara Gomes, Cristina Castrillo, Dawn Albinger, Dijana Milosević, Emma Che Raethke, Eugenia Cano, Eva Ursprung und Schaumbad Freies Atelierhaus Graz, Geddy Aniksdal, Gilly Adams, Jadranka Andjelić, Julia Varley, Julie Robson, Karolina Spaić, Lois Weaver, Luciana Martuchelli, Maria X, Meg Ella, Miljana Perić, Naná Sodré, Nasim Khosravi, Natalia Marcet, Olive Nieto, Parvarthy Baul, Rakini Devi, Roz Borley, Sara Larsdotter Hallqvist und Teater interAkt, Shabari Rao, Suzon Fuks, Verónica Moraga, Vicki Smith, Ya-Ling Peng und Younghee Park.

Organising team: Elizabeth de Roza, Helen Varley jamieson, Christina Papagiannouli, Janaina Matter, Karin Ahlstrom, Nur Khairiyah, Suzon Fuks, Zoe Gudović.

Festival volunteers: Chiara Menozzi, Constanza Puente, Eugenia Cano, Ileana Garcia, Irlanda Mainou Montañez, Karen Remy, Karla Ptacek, Lauren Boissonnet, Marianne Kjær Klausen, Száva Szántó.

Bodies:On:Live

­Dokumentarfilm von Sylvie Marchand

Der Film “CANTAR O MORIR”von Sylvie Marchand ist jetzt öffentlich zugänglich.

Die Ethnologin und Filmemacherin Sylvie Marchand war 2018 während unserer Magdalena-Saison zu Gast in der Villa Waldberta, wo sie ihre Arbeit aus Mexiko präsentierte. 2019 war sie erneut zu Gast in der Villa, wo sie das Ergebnis dieser Arbeit als Dokumentarfilm aufbereitete.

Der Film “CANTAR O MORIR” konzentriert sich insbesondere auf die Begegnung mit den Tarahumara-Dichtern Elvira und Erasmo Palma. Nachdem er in einer ersten Version auf unserem Festival “Knot” 2019 im Insituto Cervantes gezeigt wurde, ist er nun für die Öffentlichkeit zugänglich:

Magdalena München meets Burning Issues meets Kampnagel

Am Freitag den 30. Oktober setzen wir, Helen, Raquel und Marianne, uns in den Zug und fahren nach Hamburg. Es ist drei Tage vor dem zweiten Lockdown und gleicht ein Wunder, dass das Team um die Konferenz „Burning Issues meets Kampnagel“ einen Weg gefunden haben, diese stattfinden zu lassen. Magdalena ist das erste mal dabei, und wir freuen uns auf ein Wochenende voller Gespräche, Vorträge und neue Pläne für das Magdalena München.

Burning Issues meets Kampnagel

Für diejenigen, die es noch nicht kennen: “Burning Issues” ist eine jährliche Konferenz für Gleichberechtigung im Theater. In 2018 als Konferenz für Frauen im Theater gegründet, ist die dieses Jahr schon offener gestaltet: Es geht um Diversität, Gleichberechtigung der unterschiedlichsten Gender, People of Colour und Menschen mit Behinderung, es geht darum, die Vorherrschaft des weißen Mannes als Chef im Theater zu beenden, was vor allem durch Netzwerken passieren soll: Dafür ist Burning Issues da.

Im Voraus haben wir versucht Antworten auf folgende Fragen zu formulieren: Was macht Magdalena München aus? Was unterscheidet das Magdalena Project von anderen Netzwerken? Was wollen wir erreichen? Oft ist es nicht einfach gewesen, das Netzwerk für Außenstehende verständlich zu präsentieren, weil unsere Arbeit für und von autarke und genremäsig sehr unterschiedliche Künstlerinnen* immer auch andere Merkmale trägt.

Den Startschuss in die Diskussion des Wochenendes macht der Film „Millies Erwachen“ von Dr. Natasha A. Kelly. Der Film porträtiert acht deutsche Künstlerinnen of Colour und stellt die Frage, in welchem Kontext du deine Werke ausstellst und wer diesen Kontext gemacht hat: Möchtest du überhaupt in einem Kontext ausstellen, der dich nicht unbedingt repräsentiert? Das ist zum Beispiel eine Frage, worauf das Magdalena Netzwerk “Nein” antwortet und stattdessen einen eigenen Kontext schafft, der nach unseren Wünschen gestaltet ist. Das beinhaltet schon mal Bühne, Fortbildung und Solidarität. In “Millies Erwachen” erzählen einige von den Frauentreffen, die sie in den siebzigern und achtzigern veranstalteten, und die ihnen für die Kunst viel Unterstützung und Selbstvertrauen gaben. Das war eine Zeit aus der auch das Magdalena Project entstand und die damaligen Frauenbewegungen sind sicher ein Schüssel zum Verständnis vom Netzwerk.

Helen und Marianne am Marktstand

Der Samstag steht im Zeichen des „Marktplatz der Möglichkeiten“, wo Gruppen, Projekte und Netzwerke sich mit einem Marktstand vorstellen. Hier stellen sich einige Ensembles vor, die diversitätsoffen ausbilden und arbeiten, wie unsere Standnachbar*innen “Meine Damen und Herren”. Sehr präsent sind auch die vielen Netzwerke, die aus dem “ensemble-netzwerk” entsprungen sind, die vor allem für Gleichberechtigung in den unterschiedlichen Gewerken in Theatern arbeiteten, neben uns auch das Netzwerk “Gefährliche Arbeit” für queer-feministische FLINT* Theaterarbeiter*innen in den technischen Gewerken.

Unser Stand ist übersät mit Flyer und Poster von Magdalena-Veranstaltungen und Festivals Europa- und Weltweit, sowie die Veröffentlichungen von „The Open Page“. Bei dem recht ausgiebigen Material meinen einige Gäste, dass es seltsam ist, dass sie von Magdalena noch nichts gehört haben. Wir sind in Deutschland tatsächlich nicht stark vertreten, und es ist ein großer Teil unserer Überlegungen gewesen, warum das so ist. Choreographin Sonya Lindfors liefert uns in ihrem Vortrag eine Formulierung, die eine Erklärung näher kommt, als sie sagt, dass die Differenzierung zwischen Kunst als Kunst und Kunst als Kultur aufgelöst werden muss. Das ist eine Spaltung, die in der deutschen Theatertradition stark vorhanden ist, warum “Welttheater” in Deutschland eher keine Anerkennung ist. Das ist aber eine Differenzierung die das Magdalena nie machte, es ging von Anfang an um ein Genre-übergreifendes Interesse für die professionelle Arbeit von Frauen*. Es scheint, dass es vor allem die publizistische Tätigkeit ist, durch die unsere Gäste ein Verständnis dafür bekommen, dass es sich um ein professionelles Netzwerk handelt.

Für Magdalena München und das Magdalena Project ist es tatsächlich ein Ziel Künstlerinnen*, die in einer Art Peripherie oder Nische arbeiten, zu fördern. In den Vorträgen und Diskussionen, die am Samstag Abend und Sonntag fortgesetzt werden, erfahren wir immer wieder, dass das Magdalena Project vieles von dem lebt, was gefordert wird. Es ist von vorne hierein nicht-hierarchisch, Genreübergreifend und die Mitglieder arbeiten autark, was auch der Grund ist, warum das Netzwerk international agieren kann, denn die Veranstaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Umständen der einzelne Akteure. Und es ist persönlich, man schaut sich die Arbeiten von einander an, nimmt Fortbildungen bei einander, und trifft sich, wenn man in der Stadt ist.

Raquel Ro and Gilla Cremer

So treffen sich Sonntag auch Helen und Raquel mit Gilla Cremer für eine kleine sonnige Stadtführung. Marianne hört sich den letzten Vorträgen an, wo es vor allem um die Ausbildung von Schauspieler*innen, und wie diese diverser werden kann, geht. Es ist die Frage, wieso und wer davon profitiert, dass Institutionen mit Ausschlusskriterien arbeiten. Joseph Beuys wurde damals gekündigt, als er alle Bewerber*innen der Kunstakademie zulassen wollte. Die Antwort wieso sich diese Praxis nicht maßgeblich geändert hat, können wir wohl in einer patriarchalen Angst um Bedeutungsverlust suchen.

Die Akteur*innen und Teilnehmer*innen der Burning Issues meets Kampnagel rütteln an dieser Angst und suchen Verbündete um den Bedeutungsverlust herbeizuführen, damit Strukturen der Diversität und Gleichberechtigung Normalfall wird. Auch wenn das Magdalena außerhalb der etablierten Strukturen arbeitet, ist es unglaublich wertvoll im Austausch mit anderen Netzwerken und Gruppen zu sein, deren engagierten Arbeit nur inspirieren kann. Wir haben uns sehr gefreut dabei zu sein.

Nun, welche sind für Magdalena München die nächsten Schritte? Auf der Zugfahrt zurück waren wir eigentlich zu müde um es zu beantworten. Aber wir haben Ideen, wir haben Pläne entworfen und wollen uns mit euch demnächst Treffen!

IETM “On The Road Munich”

On The Road Munich

On 24 October, I along with Marianne Kjær Klausen (a Magdalena who has recently moved to Munich) participated in the IETM event “On The Road Munich“.

Due to the Corona restrictions, the event was hybrid online and offline, with participants in the space at Pasinger Fabrik and online in Zoom. Marianne and I were part of the organisation team, taking the role of online chat moderators along with Elsa Büsing. The summary report is now available online.

The event was introduced by Axel Tangerding from Meta Theater and MCeed by Jaqueline (Gaston Florin) who provided entertaining interludes and magic tricks that highlighted themes emerging from the talks. After the keynotes, we separated into smaller discussion groups, including three breakout rooms on Zoom, each with one of the themes of Europe, Diversity or Future. Jana Korb (who is also part of the Magdalena network and has performed at our festivals) was the moderator of the Diversity group. I was in the Europe group, moderated by IETM Secretary General Ása Richardsdóttir, with participants located in Brussels, Basel, Amsterdam, Warsaw and myself in Munich. We discussed trans-European solidarity and in particular the situation in Poland, where artists are coming under increasing political oppression. I thought about the group Teraz Poliz, who performed at the Magdalena festival in Frankfurt in September, and who are part of the EU-funded project “Women Performing Europe”, along with women artists from Theater Antagon (Germany), Teatro Nucelo (Italy) and Odin Teatret (Denmark). This is one example of how the Magdalena network can work in solidarity with artists in times of crisis.

The report includes a summary of the conclusions of the meeting and concrete steps including a European-wide media campaign highlighting the importance of theatre and a framework to support trans-European exchange and mobility. From my perspective, both Magdalena and my other main project, UpStage, are actively demonstrating this exchange and mobilty.

Helen Varley Jamieson

Magdalena at Burning Issues

Burning Issues meets Kampnagel

Ende Oktober wird das Magdalena-Projekt von Magdalena München in der »Markt der Möglichkeiten« bei Burning Issues in Hamburg vertreten.

Wie viele Geschlechter kennt das Theater eigentlich? Welche Rolle spielen Faktoren wie Klasse oder Alter im Laufe einer Theaterkarriere? Wie überschneiden sich struktureller Rassismus und Sexismus im Kulturbetrieb? Wie können Institutionen Barrieren abbauen und solidarisch agieren? In Vorträgen, Diskussionen, künstlerischen Interventionen, Performances und Netzwerkformaten werden geschlechterspezifische Hierarchien an Stadttheatern und freien Produktionshäusern, in Ensembles und Kollektiven, an Ausbildungsstätten, auf und hinter der Bühne durchleuchtet.

Die Überschneidungen unterschiedlicher Ausschlüsse im Kulturbetrieb stehen dabei im Fokus: BURNING ISSUES ist nicht nur ein Ort der Vernetzung, sondern auch ein Raum zum Lernen voneinander, um gemeinsam zu gerechteren und vielfältigeren Strukturen im Theater zu kommen.

Neben vielen künstlerischen Beiträgen, u.a. von She She Pop und Rosana Cade wird die Konferenz durch ein Filmprogramm bereichert. Mit »Young Burning Issues« gibt es zum ersten Mal ein Forum, das in Kooperation mit der HFBK und der HFMT von Kulturschaffenden in Ausbildung bzw. Berufsanfänger*innen gestaltet wird, um auch die Themen junger Kulturschaffende sichtbar zu machen. Das Herzstück der Konferenz ist der »Markt der Möglichkeiten«: Hier präsentieren sich politisch aktive Verbände und Interessensvertreter*innen, die sich für einen umfassenden Strukturwandel stark machen. This is a call to action, Baby. Machen ist nämlich wie wollen. Nur krasser!#

Mehr Infos: https://www.kampnagel.de/de/programm/performing-art-equality/

Internationales Frauen* Theater-Festival 2020

IFTF 2020

Collective Empowerment Across Borders

Das 4. Magdalena Festival in Frankfurt soll den Charakter eines Festivals für ein interessiertes Publikum haben und gleichzeitig ein Treffpunkt für Frauen* im Theater sein. Natürlich brachte uns dieses Jahr 2020 diese zusätzliche Herausforderungen, um als Frauen* und Künstler*innen inmitten einer globalen Pandemie weiter zu arbeiten. Und jetzt ist es so weit, liebe Mitstreiter*innen/Leser*inne, denn wir haben nicht aufgegeben, dieses Programm auf die Beine zu stellen und auch noch in diesem Jahr durch ein Livestreaming erweitert, das Viele erreichen wird. Wir wollen inspirieren und fordern auf, die feministische Auseinandersetzung künstlerisch zu gestalten. Denn diese Auseinandersetzung ist jetzt für uns alle noch wichtiger geworden und macht auch nicht vor einem Covid-19 Virus halt.

Theatermacher*innen und Performer*innen sind 4 Tagen präsent, stellen dar, diskutieren und leiten Workshops, sind im Austausch mit dem Publikum und geladenen aktiven Frauen* aus Wissenschaft, Kunst und Kultur. Programm herunterladen.

Das diesjährigen Thema „Collective Empowerment Across Borders“ steht im Zentrum unserer Arbeit, und kreiert den gemeinsamen Raum – einen Freiraum zur gegenseitigen Bestärkung, geopolitische, geschlechtssozialisierte und altersbezogene Grenzen in uns aufzuspüren, über verinnerlichte Beschränkungen hinauszugehen, künstlerisch forschend, und kreativ umsetzend was (uns) bewegt.

Und dazu seid ihr alle herzlich willkommen.

Barbara Luci Carvalho und das IFTF Team
https://iftf-frankfurt.com/

Covid-19 Schutz-Maßnahmen

Aufgrund der Pandemieregelungen ist die Zahl der Besucher*innen, die sich zeitgleich auf dem Gelände aufhalten kann, limitiert. Der Verein protagon e.V. regelt den Ein- und Ausgang. Abstandsmarkierungen und Hinweise weisen auf die Einhaltung entsprechender Maßnahmen hin. Das Internationale Frauen*Theater-Festival ist eine Veranstaltung mit festen Sitzplätzen in mehreren Bereichen auf dem Gelände. Wenn ein Bereich voll ist, bitten wir die Besucher*innen, in einem anderen Bereich Platz zu nehmen. Es gibt bei den Aufführungen KEINE STEHPLÄTZE.

Für einen sicheren und schnellen Einlass füllt doch bitte bereits im Vorfeld einen Registrierschein aus. Den könnt ihr bequem auf unserer Website downloaden:

https://iftf-frankfurt.com/covid-19-schutzmassnahmen/

Nach dem KNOT Festival

Das Magdalena München KNOT Festival im September war erneut ein voller Erfolg. Die Performances, Workshops und Vorträge waren gut besucht und wurden geschätzt.

KNOT Eröffnung
Manfred Boes und Raquel Ro, Festival Eröffnung, Instituto Cervantes. Foto: Thomas Hauzenberger.

Das Festival wurde am Donnerstag, den 12. September im Instituto Cervantes vom künstlerischen Leiterin des Festivals, Raquel Ro, und Manfred Boes, Kulturreferant am Instituto Cervantes, feierlich eröffnet. Die Festival-Künstlerinnen wurden vorgestellt und Sylvie Marchand zeigte und sprach über ihren Film “Cantar o Morir” (Tanz or sterben).

Am Freitagabend fand die “offene Bühne” mit sechs kurzen Performances lokaler Künstler unter der Leitung von Cecilia Bolaños statt. Es folgte “Corpus Mundi – a woman across borders“, eine Solo – Tanzperformance von Barbara Carvalho (gleichzeitig Leiterin des Magdalena – Festivals in Frankfurt) mit Live – Musik von zwei ihrer Kollegen vom Theater Antagon, Bernhard Bub und Rueben Wielsch.

KNOT Festival - Offene Bühne, Cecilia Bolaños. Foto: Thomas Hauzenberger. KNOT Festival - Offene Bühne. Volha Karankevich-Koch and Patrizia Bradley-Sorgenfrei. Foto: Thomas Hauzenberger. KNOT Festival - Offene Bühne. Chrismaria Pfeifer. Foto: Thomas Hauzenberger.
Oben, L>R: Cecilia Bolaños; Volha Karankevich-Koch and Patrizia Bradley-Sorgenfrei; Chrismaria Pfeifer. Fotos: Thomas Hauzenberger.
KNOT Festival - Offene Bühne. Katherine López, Tanusree Chaudhuri und Vaishak Raju Foto: Thomas Hauzenberger. KNOT Festival - Offene Bühne. Gina Saggiante Montero. Foto: Thomas Hauzenberger. KNOT Festival - Offene Bühne. Susanne Schütte-Steinig. Foto: Thomas Hauzenberger.
Oben, L>R: Katherine López, Tanusree Chaudhuri und Vaishak Raju; Gina Saggiante Montero; Susanne Schütte-Steinig. Fotos: Thomas Hauzenberger.
KNOT Festival - Offene Bünhe. Alina Belyagina. Foto: Thomas Hauzenberger. KNOT Festival - Barbara Carvalho. Foto: Thomas Hauzenberger.
Oben, L>R: Alina Belyagina; Barbara Carvalho. Fotos: Thomas Hauzenberger.
KNOT Festival - Doro Seror. Foto: Thomas Hauzenberger.
Doro Seror. Foto: Thomas Hauzenberger.

Das Abendprogramm am Samstag beinhaltete Doro Serors dauerhafte Performance “The Joy of Weaving – Interweaving“, in der das Publikum bei der endgültigen Fertigstellung einer großen, bettgroßen Weben aus recycelten Stoffen half. Zwei weitere Aufführungen wurden präsentiert, während Doro weiterwebte. Zuerst führten Claudia Urrutia und Violetta GravelineVentres en Jeu” (Unser Bauch steht auf dem Spiel) auf, um die politische Kontrolle von Frauenkörpern zu erforschen. Es folgte das Solo “Creta” der Tarantella-Tänzerin Maristella Martella mit elektronischer Live-Musik von Gabriele Panico. Alle Vorstellungen wurden herzlich applaudiert und der Abend endete damit, dass wir uns alle um die gewebte Matte versammelten, um mutige Freiwillige in die Luft zu werfen.

KNOT Festival - Claudia Urrutia and Violetta Graveline. Foto: Thomas Hauzenberger.
Claudia Urrutia and Violetta Graveline. Foto: Thomas Hauzenberger.

Die Workshops mit Claudia Urrutia (Gesang und Body Percussion) und Maristella Martella (Tarantella) waren gut besucht und für die Teilnehmer sehr lohnenswert. Leider musste der zweitägige Clownworkshop mit Josune Goenaga wegen zu geringer Anmeldungen abgesagt werden. Auch am Samstagnachmittag waren nur sehr wenige Zuschauer anwesend, um Filme von Sylvie Marchand und Doro Seror zu zeigen – wahrscheinlich, weil es das letzte wunderschöne sonnige Wochenende des Jahres war. Am Sonntagnachmittag gab es eine gute Beteiligung an Präsentationen über das Magalena-Projekt und die Magdalena-Festivals in München, Frankfurt und Mexiko. Das Festival endete am Sonntagabend mit dem Abschluss von Doro Serors Ausstellung “Joy of Weaving – Upscaled” in Halle 6.

KNOT Festival - Maristella Martella. Foto: Thomas Hauzenberger.
Maristella Martella. Foto: Thomas Hauzenberger.

Jetzt sammeln wir die Dokumentation und vervollständigen die Projektberichte und Abrechnungen. Wir möchten uns nochmals bei allen bedanken, die dieses Festival finanziell unterstützt haben, sowie bei denen, die sich freiwillig für dieses Festival gemeldet haben. Ohne Sie hätte das Festival nicht stattfinden können!

Joy of Weaving, Doro Seror. Foto: Thomas Hauzenberger.
Joy of Weaving, Doro Seror. Foto: Thomas Hauzenberger.